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Memminger Fischertag



Der Fischertagsverein Memmingen e.V. wurde im Jahre 1900 gegründet und zählt heute zu den größten Vereinen in der ehemaligen freien Reichsstadt. 

Die jährliche Abhaltung des Memminger Fischertages steht in der Vereinssatzung an erster Stelle.

Seit dem Jahre 1900 befaßt sich der Verein mit der Ausrichtung dieses Festes, aber auch mit der Pflege des Stadbaches und dessen Fischbesatz. Daneben ist in der Vereinssatzung auch die Aufrechterhaltung des Heimatgedankens und des heimischen Brauchtums verankert.

Die Geschäftsstelle befindet sich im "Zollergarten-Häuschen", das in einem kleinen Park hinter dem Rathaus im Herzen der Stadt liegt. An ihm vorbei fließt die "Lebensader" unserer hinstorischen Stadt: der Memminger Stadtbach.

Der Stadtbach



Schon in der Mitte des 12. Jahrhunderts wurde aus dem nahegelegenen Benninger Ried ein kleiner Bach, ursprünglich  zur Be- und Entwässerung, in die bestehende Ansiedlung "Mammingin" geleitet. Handwerker    hatten sich am Bachkanal angesiedelt, um die Vorzüge des Wassers nutzen zu können; Müller, Bäcker, Töpfer, Schmiede, Metzger, Gerber und viele mehr.

Einmal jährlich musste dieses ruhig fließende Gewässer abgelassen werden und wegen der eingeleiteten Abwässer gereinigt werden.

Vor dieser jährlichen Reinigung musste man nun, wie wir aus der Chronik von Christoph Schorer aus dem    Jahre 1572 wissen, die Forellen aus diesem unserem Stadtbach ausfischen. Dies ist zur Tradition geworden    und es entwickelte sich daraus der Memminger Fischertag.

Der Fischertag



Das Ausfischen des Stadtbaches am Fischertagerfolgt seit eh und je mit einem Gerät, das man in Memmingen " Bären " nennt. es handelt sich dabei um ein Fischnetz, das ursprünglich um einen Haselnussstock befestigt wurde, den man seinerseits um eine Astgabel bog und festzurrte.

Heute besteht ein " Fischerbären " in der Regel aus einem Netz, das an einem halbrund gebogenen Rohr mit Stiel befestigt wird; damit weist er dem althergebrachten " Bären nur noch die äußere Form auf.

Seit der Jahrhundertwende, genauer gesagt, seit das Bachausfischen dem Fischertagsverein übertragen wurde, " jucken " einmal im Jahr am Fischertag die männlichen Bürger der Stadt Punkt 8.00 Uhr nach dem Böllerschuss in den Bach um die dortigen Forellen zu fangen.

Wer dann das Glück hat, die schwerste Forelle zu fangen, wird für ein Jahr zum " Fischerkönig " ausgerufen; für jeden Memminger die höchste Ehre, die er in seinem Leben erlangen kann. Nach dem Ausfischen und Säubern des Stadtbaches werden dann wieder zweisömerige Forellen eingesetzt,die sich dort bis zum nächsten Fischertag im kommenden Jahr wohlfühlen können.

Weitere Infos und Termine unter: www.fischertagsverein.de

Wallenstein in Memmingen



Die Bürger einer Stadt spielen ihre Geschichte

Im Jahre 1980 hat der Fischertagsverein eine weitreichende Entscheidung getroffen. Die Tradition,. zum Großen Fischertag Memmingens Teilhabe am Geschehen des Dreißigjährigen Krieges lebendig werden zu lassen, wurde wieder aufgenommen.

Alle vier Jahre wird seither an den Sommer 1630 erinnert, als Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein,Feldherr der kaiselichen Truppen, in Memmingen Quartier nahm. Ein riesiges Heer mit Hunderten von Pfreden, Wagen und Kutschen entfaltete eine prunkvolle Hofhaltung in Memmingen mit dem Fuggerbau als Zentrum.

Wallenstein zieht an zwei Sonntagen mit seinem riesigen Heer in die Stadt ein. Dies war für Memmingen  um 1630 kein freudiges Ereignis,sondern kam einer Besetzung der Stadt gleich. Für eine möglichst authendische Darstellung wird deshalb beim Einzug auf Flaggen- znd Fahnenschmuck sowie auf Blechmusik verzichtet. Das Pfeifen und Trommeln der Soldatengruppen unterstreicht die eher düstere Stimmung - Jubel und begeistertes Winken der Teilnehmer sucht man vergeblich. Der Einzug ist mit ca. 4.500 Mitwirkenden, etwa 300 Pferden und über 40 Wagen bis ins Detail historisch authentisch.

Die ganze Woche wird in den Soldatenlagern, beim Theaterspiel, den Lager - und Reiterspielen, der Gechtsdarstellung und auf dem Handwerkermarkt das Leben und Treiben der Bürger und Soldaten historich genau dargestellt.

" in der Zeit, in der der Herzog in der Stadt gelegen, ist Glück und Heil gewest "

so charakterisiert Sebastian Dochtermann der damalige Stadtchronist den viermonatigen Aufenthalt des kaiserlichen Generalissimus Wallenstein im Jahre 1630 in Memmingen. 

Der nächste Wallenstein - Sommer in Memmingen findet vom 24. bis 31.07.2016 statt

 

Weitere Infos unter www.fischertagsverein.de oder www.wallenstein-mm.de

 

 

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