DRUCKVERSION | SITEMAP| IMPRESSUM |
   

StartAktuellesImmaterielles Kulturerbeaktuelles Prospekt EhrentafelMitgliederAltdorfAltshausenAugsburgBad SaulgauBad WimpfenBrettenDinkelsbühlDonauwörthFriedbergGöppingenHechingenLandsbergLeipheimLeutkirchMemmingenMindelheimMengen RavensburgSchwäbisch HallTettnangWangenWeidenWildberg

 

Göppinger Maientag



Der Göppinger Maientag ist eines der ältesten und traditionsreichsten Heimatfeste in Süddeutschland und stellt seit über 350 Jahren die Verknüpfung von Tradition und Moderne dar. Das erste Mal fand das ursprüngliche Friedens- und Dankfest im Jahre 1650 am 11. August statt, um das Ende des Dreißigjährigen Krieges gebührend zu feiern. Was als Dank- und Friedensfest im Jahr 1650 begann, hat sich heute zu einem großen Kinder- und Heimatfest entwickelt und lockt mit seinem bunten Programm viele Besucher in die Hohenstaufenstadt. Der Festumzug am Samstag mit über 3.500 Mitwirkenden, rund 20 Musikkapellen und 40 Reit- und Gespannpferden bildet dabei den Höhepunkt.

Traditionell beginnt der Göppinger Maientag am Freitagabend mit dem Maientagsansingen und dem Festkonzert des Städtischen Blasorchesters. Chöre der Göppinger Schulen stimmen im jährlichen Wechsel musikalisch auf das bedeutendste Fest im Göppinger Jahresverlauf ein. Mit dem Turmblasen vom Rathaus und dem Einläuten des Maientags beginnt der Samstag gefolgt von Dankgottesdiensten in verschiedenen Kirchen und Schulen. Nach dem Platzkonzert auf dem Rathausplatz mit drei Musikkapellen und der Maientagsansprache durch das Stadtoberhaupt erklingt von allen Beteiligten und Zuschauern das Maientagslied „Geh aus mein Herz und suche Freud“. 

Dann folgt der Festzug durch die Göppinger Innenstadt, der jedes Jahr aus einem allgemeinen und einem historischen Teil besteht. Die Festreiter bilden mit den Maienbaumträgern sowie dem Gemeinderat und dem Jugendgemeinderat den Auftakt des Umzuges. Die Stadt und ihre sieben Stadtbezirke werden dargestellt, ebenso die vier Städtepartnerschaften. Zahlreiche Landsmannschaften, Trachtengruppen und Heimatvereine geben Göppingen an diesem Morgen ein buntes, vielfältiges Gesicht. Unter den Teilnehmern sind auch die  hiesigen Pfadfinder sowie ausländische Elternvereine in Heimattrachten. Die Schülerinnen und Schüler der Grund- Haupt- und Sonderschulen tragen schuleigene Kostüme zu den Themenbereichen wie Märchen, Blumen, Tiere, Handwerker und Völker und beleuchten dabei das aktuelle Geschehen in der Stadt aus ihrer Sicht. Dabei wird auch manches Defizit, sei es in der Schule, sei es in der Kommunalpolitik auf die Schippe genommen. Zahlreiche Musikvereine, Fanfarenzüge und Orchester unterstützen den Umzug musikalisch. 

Im historischen Teil des Festzuges wird ein breites Spektrum der Göppinger Geschichte abgebildet. Ein Herold, die römischen Siedler und die Gründung des Freihofs durch den Alamannen-Fürsten Geppo bilden in diesem Teil den Auftakt. Meilensteile der Göppinger Stadtgeschichte, wie der Bau des Göppinger Schlosses 1556/68 und der Stadtkirche von 1616 bis 1618, der Stadtbrand von 1782 oder der Bau des Rathauses 1786 werden in historischen Kostümen und anhand fahrbarer Modelle mit großem Engagement thematisiert. Unter anderem werden die Zerstörung der Burg Hohenstaufen aber auch die Gründungen der Göppinger Vereine, Freiwillige Feuerwehr 1846, Turn- und Musikvereine sowie der Omnibusgesellschaft 1927 in lebendigen Szenen dargestellt. Der Boehringer Unimog-Bau von 600 Serienfahrzeugen in den Jahren von 1948 bis 1950 bildet den Abschluss des Festzuges. 

Danach eilen vor allem die Kinder zu den Kletterbäumen mit interessanten Preisen und zum Start für den Luftballonwettbewerb auf das Festgelände an der EWS Arena, wo die Stadt noch bis Montagabend mit aktuellen Fahrgeschäften, Süßigkeiten oder auch bei einer Maß und einem "Göckele" im Festzelt weiterfeiert. Den traditionellen Schlusspunkt setzt dann das beeindruckende Feuerwerk am Montag nach Einbruch der Dunkelheit.

 

nach oben