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Was haben Kinder mit zechen zu tun?



Kinderzeche Dinkelsbühl

 

Mancher, der den Namen „Kinderzeche“ zum ersten Mal hört, kann mit diesem Begriff nur wenig anfangen. Was haben Kinder mit ,,zechen“ zu tun?

Ursprünglich wurde unser Heimatfest „Schulzeche“ genannt und war ein von Stadt und Kirche bezahlter Ausflug der Lateinschüler am Ende eines jeden Schuljahres. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1629.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg kam in der paritätischen Reichsstadt  zur  ,,Schulzeche“ der katholischen Lateinschüler  die evangelische ,,Kinderzeche“ hinzu . Aber erst mit der völligen Umgestaltung der ,,alten“ Kinderzeche 1897 entstand ein gemeinsam von allen Bürgern getragenes Kinder- und Heimatfest.

Um 1826 schuf der hiesige Lehrer Elias Nottnagel das nebenstehende Lied zur Kinderzeche, das den Einheimischen geradezu zum Symbol ihres Heimatfestes geworden ist. Vom schmetternden Trompetenklang der Dinkelsbühler Knabenkapelle eingeleitet, wird es alljährlich nach dem Obristenspruch vor der Schranne von der gesamten Bevölkerung gesungen.

Im Jahre 1897 wurde zur  bisherigen Kinderzeche ein Festspiel geschrieben, welches das  Interesse an der Dinkelsbühler Kinderzeche weit über die Grenzen der Region hinausträgt. In Dinkelsbühl konnte das Historische Festspiel an eine alte überlieferte Sage anknüpfen, die über viele Generationen hinweg lebendig geblieben war.

 

Je mehr sich die Rollenträger, alles Dinkelsbühler Bürger, in ihre Aufgabe einlebten, desto stärker verankerte sich das Festspiel selbst als ein Stück Heimatkultur in den Herzen der Menschen. 

 

Ein besonders schönes und buntes Bild bieten während der Kinderzeche die herausgeputzten und mit Blumen geschmückten Häuser und Gassen. Bereits am frühen Morgen werden alle Gäste und Bürger der Stadt durch das Wecken der Knabenkapelle  in eine besondere Stimmung versetzt.

Am Vormittag finden Lagerleben, Festspiel und Stadtübergabe statt. Später beim Festzug nehmen neben den historischen Gruppen montags und dienstags auch noch die Schülerinnen und Schüler der Dinkelsbühler Schulen teil. Diese werden am Dienstag im Anschluss an den Festzug mit einer Dinkelsbühler Kinderzechgucke belohnt, was den Bogen zum historischen Ursprung des Festes spannt und den Dank der Bevölkerung an die Kinder ausdrücken soll.

 

Ein besondere Möglichkeit Kinderzeche auch außerhalb des Monats Juli zu erleben, bietet das Zeughaus der Kinderzeche in der Bauhofstraße,  in dem man ganzjährig einen Blick auf die mehr als 1000 Kostüme, Schuhe, Uniformen und Waffen werfen kann.

 

So wurde und wird die Kinderzeche durch Initiativen ihr verbundener Bürgerinnen und Bürger weiter entwickelt und getragen.

Als großes, lebendiges Gemeinschaftswerk aller Bürgerinnen und Bürger beeindruckt sie nun schon seit vielen Generationen Einheimische und Gäste unserer Stadt, die spüren, wie tief das Heimatfest in den Herzen der Dinkelsbühler Bürger verwurzelt ist.

Weitere Infos unter: kinderzeche.de

Als weitere Attraktion steht um die Kinderzeche das ganze Jahr über erlebbar zu machen das Kinderzech´- Zeughaus zur Verfügung.

 

Näheres unter Kinderzech-Zeughaus.de

 

 

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